Geothermie - Das Bürgermodell
Das "Markt Schwabener Modell" stellt eine regional geprägte Antwort auf die Globalisierung dar, der folgenden Überlegungen zugrunde liegen:
... zu den allgemeinen und technischen Grundvoraussetzungen
- Markt Schwaben sitzt auf einer ungeheuren Energiemenge, die relativ leicht erreicht werden kann.
- Sie hat das Potential, dass ganz Markt Schwaben auf Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, mit Heizenergie versorgt werden kann.
- Durch die heutige Fördertechnik liegt das Risiko einer Fehlbohrung fast bei Null.
- Die Fördertechnik ist absolut sicher.
... zur Investionsbereitschaft der Bevölkerung
Wie viele Bürger investieren heutzutage durchaus sinnvoll in
- Windkraftanlagen
- Photovoltaikanlagen
aus ökologischen Gründen, aus Renditeerwartungen, aus steuerlichen Gründen, obwohl
- der Wind nicht immer weht
- die Sonne nicht immer scheint
- die Speicherung dieser Energien technisch noch kaum zu realisieren ist?
Wie viele Bürger investieren in die Geothermie Markt Schwaben, deren Energie
- jederzeit in dem Umfang bereit steht, der gerade gebraucht wird
- nicht durch hohen technischen Aufwand gespeichert werden muss, weil sie bereits in der Erde gespeichert ist!?
... zur Finanzierbarkeit
Für den Verbrauch von Wärmeenergie fließen jährlich aus dem Gemeindebereich Markt Schwaben zwischen 8 und 10 Mio. Euro an die großen Energiekonzerne bzw. die Erdöl und Gas produzierenden Länder ab. Kann es uns nicht gelingen, dieses Potenzial an uns selbst zu bezahlen und als Wertschöpfung im Gemeindegebiet zu realisieren?
Die Energiepreise steigen langfristig kontinuierlich. Allein von 1993 bis 2000 sind die Ölpreise um ca. 160% angestiegen.
Beispiel: Ölpreisentwicklung seit 1970 (Preis je 100l in Euro):
1970: ca. 7,60
1973: ca. 8,15 - 21,90 (Ölkrise)
1979: ca. 8,90 - 33.20 (Anhebung Rohölpreise)
1981: ca. 34,47 - 40,53 (Anstieg des Dollarkurses)
1993: ca. 24,65 (durchschnittlicher stabiler Preis)
1999: ca. 19,70 - 33,00 (OPEC kürzt Fördermengen)
2000: ca. 32,15 - 53,66 (Rohölimport und Devisenkurse)
2005: ca. 43,00 - 69,00 (Hurricans Katharina und Rita)
Die enormen Schwankungen bei den Energiepreisen zeigen deutlich, dass diese in großem Maße abhängig sind von
- der politischen Situation (Ölkrisen durch Entscheidungen der Öl fördernden Länder)
- Umweltkatastrophen (Hurricans, Unglücke etc.)
- den Devisenkursen (wirtschaftliche Entwicklung)
- der Knappheit der Energiereserven (Ende der Ölreserven)
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Gestehungskosten für eine Geothermieanlage parallel zur Preisentwicklung auf dem Energiemarkt steigt. Die Investitionskosten fallen jedoch nur einmal an. Die Primärenergie ist kostenlos. Die Betriebskosten und damit die Energiepreise bleiben kalkulierbar.
Handeln wir jetzt, können wir den Teufelskreis der Kostenspirale unterbrechen. Es ist zu erwarten, dass die Preisentwicklung eine kostendeckende Nutzung der geothermischen Energie zulässt.
Das Projekt steht und fällt jedoch mit dem Erreichen der notwendigen Eigenkapitalquote.
... zur Umsetzung
Das Bürgermodell soll so ausgerichtet werden, dass die Interessen der Anleger und Wärmekunden ausgewogen sind. Dies ist am besten erreichbar, wenn die Kunden auch Anleger sind. Das Bürgermodell trägt dieser besonderen Situation Rechnung.
Wird der Bürger selbst aktiv und erreichen wir die nötige Eigenkapitalquote bald, so erreichen wir unsere Ziele:
Für das Gesamtprojekt:
- geringere Investitionskosten durch weniger Zwischenlösungen
- geringeres Kostenrisiko durch Ausschaltung der Inflation
- geringeres Zinsrisiko für Fremdfinanzierung (aktuell günstiges Zinsniveau)
- weniger laufende Kosten durch frühere Wärmegewinnung gegenüber Zukauf von Energie
Für die Bevölkerung:
- Energiepreissituation wird langfristig kalkulierbar
- Unabhängigkeit vom Preisdiktat der Ölmultis und Energiekonzerne
- Die Wertschöpfung bleibt in der Gemeinde und beim Bürger
- Schonung der Umwelt (die geothermische Energie ist vollkommen emissionsfrei)
- frühere Rendite für die Anleger
- höhere Rendite für die Anleger