Historische Entwicklung

Die Planungen zur Geothermie gehen bis in die 90er Jahre zurück. Bereit 1993 wurden Gesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung der Marktgemeinde gegründet, die in die Nutzung der Erdwärme einsteigen sollten. Aus Kostengründen wurde die Realisierung des Projekts leider immer wieder zurückgestellt.

 

Die GMS GmbH wurde 2002/2003 aufgelöst.

 

Aus der FMS GmbH entwickelte sich das heutige Fernwärmenetz von EON

2003 - Eigene Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Arbeitskreises

Eine eigene Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Arbeitskreises "Umwelt und Energie" verwies insbesondere auf die langfristigkeit der Anlage und sah das Projekt als finanzierbar an.

 

Zitat aus der Betrachtung:

„… Es ist jedoch damit zu rechnen, insbesondere im Hinblick auf die beschränkte Verfügbarkeit fossiler Energien sowie die Abhängigkeit von erdölfördernden Ländern, dass langfristig mit einem Anstieg der Energiepreise zu rechnen ist. Da sich Energiepreiserhöhungen nur geringfügig (Förderstrom) auf die Produktionskosten der Geowärme auswirken, würden sich diese aus­schließlich auf der Einnahmenseite positiv auswirken und somit das Betriebsergebnis deutlich verbessern …“

Seit 2003 sind die Ölpreise um etwa 280% gestiegen!

2003 - Wirtschaftlichkeitsanalyse der WSG (heute EON)

Im Rahmen der Aktivitäten des Arbeitskreises "Umwelt und Energie" der Agenda 21 wurde im Auftrag der Marktgemeinde ein neues Kurzgutachten zur Wirtschaftlichkeit der Geothermie erstellt.

Als Ergebnis der Kostenanalyse wurde die Wirtschaftlichkeit bei einem Wärmeabgabepreis von 62 EUR/MWh (Wärmepreis heute: ca. 85 EUR/MWh).

Da das Vorhaben wiederum als nicht finanzierbar galt, wurde die "GMS Geothermie Markt Schwaben GmbH" liquidiert, was den Wegfall der Bohrgenehmigung zur Folge hatte.

1999 - Auftaktveranstaltung der Agenda 21

Bereits bei der Auftaktveranstaltung zur damals gegründeten "Agenda 21" fand der Vorschlag zur Wiederbelebung der Geothermie in Markt Schwaben breite Zustimmung.

Dabei wurde der Arbeitskreis "Umwelt und Energie" gegründet, der sich in den Folgejahren um die Realisierung des Geothermieprojektes in Markt Schwaben bemühte.

1993 - Geburtsstunde der Geothermie in Markt Schwaben

Bereits 1993 wurden zur Vorbereitung einer geothermischen Wärmeversorgung die "GMS Geothermie Markt Schwaben GmbH" sowie die "FMS Fernwärme Markt Schwaben GmbH" mit der Gemeinde als Mehrheitsgesellschafterin gegründet.

Ein erstes Gutachten des Ingenieurbüros Bakic zur Realierbarkeit kalkulierte damals mit Gestehungskosten von umgerechnet ca. 6,9 Mio. Euro für ein Netz mit einer Anschlussleistung von ca. 14,5 MW incl. Bohrung.

Die Grenze der Wirtschaftlichkeit wurde damals bei einem erzielbaren Wärmpreis von umgerechnet 32 EUR/MWh angesehen (Wärmepreis heute: ca. 85 EUR/MWh).

Das Projekt wurde als nicht finanzierbar verworfen.